Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Dynamisierung der Wirtschaft und dem wachsenden Veränderungsdruck hat die Fähigkeit zur permanenten Weiterentwicklung für die zukünftige Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit von Organisationen maßgeblich an Bedeutung gewonnen.
Organisationen suchen nach geeigneten Strategien, um in Zeiten des Wandels erfolgreich an Märkten bestehen, sich den geforderten Veränderungen anpassen sowie die stetige Zunahme an Informationen und Wissen nutzbringend bewältigen zu können. Eine besondere Stellung nimmt hierbei das organisationale Lernen ein:
„In fact, I would argue that the rate at which individuals and organizations learn may become the only sustainable competitive advantage, especially in knowledge-intensive industries.“ (Stata, 1989, S. 51).
Diesbezüglich folgert Baecker (1994, S. 51), dass die Frage nach den Lernmechanismen in der Managementforschung wie der Organisationswissenschaft die „Gretchenfrage“ ist, von deren Beantwortung alles andere abzuhängen scheint.
Mit dieser Entwicklung verbunden ist jedoch eine steigende Zahl an vorhandenen Ansätzen und Theorien zum Konzept des organisationalen Lernens.
Das Forschungsfeld wird immer diffuser und das Fehlen einer unified theory (Dodgson, 1993) führt zu einem zunehmenden Auseinanderfallen von Theorie und Praxis.