Das im Verlauf des Forschungsprojektes entwickelte Modell des organisationalen Lernens gründet sich maßgeblich auf die Annahme des organisationalen Lernens als Metapher für das Lernen von Individuen (Dodgson, 1993).
Erweitert wurde diese Betrachtung um den Analogieansatz von Hedberg (1982). Dieser beschreibt das Lernen von Organisationen analog zum Lernen von Individuen. Er betont jedoch, dass es mit diesem nicht verwechselt werden darf, da es mehr ist, als die Summe individueller Teilleistungen.
„Although organizational learning occurs through individuals, it would be a mistake to conclude that organizational learning is nothing but the cumulative result of their members’ learning. Organizations do not have brains, but they have cognitive systems and memories.” (Hedberg, 1982, S. 6).
Von der metaphorischen Verwendung des Begriffs organisationales Lernen ist also eine analogische Verwendung abzugrenzen, die im Vordergrund dieses Modells steht. Analogien verweisen ganz allgemein auf analytische Gemeinsamkeiten und „allow(s) the functional operation of new concepts or systems to be explored by reference to things that are already understood.“ (Nonaka, 1994, S. 21).
Ausgangspunkt des vorliegenden Modells ist folglich die Betrachtung des organisationalen Lernens als stellvertretendes Lernen in Organisationen (durch die Organisationsmitglieder). Dieser Ansatz ist nach Klimecki und Thomae (1997) zu unterscheiden vom Lernen der Organisationen als Entitäten.