Berichte LearnSafe Theoretische Grundlagen: Transformation der organisator. Wissensbasis (Pautzke, 1989)

2d. Pautzke (1989): Lernen als Transformation der organisatorischen Wissensbasis

Ein Transfer der vorgängig erläuterten Annahmen auf Organisationen führt zu der Vorstellung, dass Organisationen auf Grundlage einer Wissensbasis handeln. Dies entspricht dem Ansatz von Pautzke (1989).

Analog zu Klimecki und Thomae (1997) und Simon (1976) verstand Pautzke (1989) organisationales Lernen zum einen als stellvertretendes Lernen von Organisations-mitgliedern. Zum anderen beschreibt er organisationales Lernen aber auch als ein Lernen, dass unabhängig von den beteiligten Organisationsmitgliedern funktioniert.

Erst wenn individuelle Lernerfahrungen mittels institutionalisierter standardisierter Prozeduren (z.B. Strukturen, Handlungsabläufe, Regeln) individuumsunabhängig erfasst werden und als organisationales Wissen gespeichert werden, erfolgt nach Pautzke (1989) eine echte Veränderung der Organisation. Organisationales Lernen wird in diesem Zusammenhang beschrieben als

„Nutzung, Veränderung und Fortentwicklung einer organisationalen Wissensbasis.“ (Pautzke, 1989, S. 89).

Hierbei geht Pautzke (1989) von einem sehr weiten Wissensbegriff aus, der alles umfasst, was in Handlungen und Verhalten einfließt, dieses prägt und damit einer kognitions-psychologischen Sichtweise entspricht.

Pautzke (1989) entwickelte ein Schichtenmodell der organisatorischen
Wissensbasis. >>


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