Pautzke (1989) entwickelte ein Schichtenmodell der organisatorischen Wissensbasis. Die Schichten werden danach unterschieden, mit welcher Wahrscheinlichkeit, das in ihnen enthaltene Wissen bei organisatorischen Entscheidungen verwendet wird. Die organisatorische Wissensbasis wird in diesem Modell grob gegliedert in:
die aktuelle Wissensbasis (Wissen, das Eingang in Entscheidungen und Handlungen
von Organisationen
findet),
die latente Wissensbasis (potentielles Wissen, dass mit gewisser Wahrscheinlichkeit
nutzbar gemacht
werden kann, derzeit aber keinen Eingang in Entscheidungen und
Handlungen
der Organisation findet) und
das sonstige kosmische Wissen (Wissen, dass nicht der aktuellen und latenten
Wissensbasis
zugeordnet werden kann).
Ziel des organisationalen Lernens nach Pautzke (1989) muss es sein, bestehendes Wissen mittels geeigneter standardisierter Prozesse zu fixieren, latentes Wissen organisational zu integrieren und die Institutionalisierung des Erfahrungsrückflusses zu ermöglichen.